Grußwort

Liebe Freunde*innen des Handballsports,

 

„Die einzige Konstante im Universum ist die Veränderung“ – dieses berühmte Zitat des griechischen Philosophen Heraklit hat auch nach zweieinhalbtausend Jahren nichts an Gültigkeit eingebüßt.

Nach nun neun sehr erfolgreichen Jahren darf ich die Nachfolge von Ulrich Halder antreten, der den Posten des 1. Vorstandes abgegeben hat und dem Vorstands-Team als Schriftführer erhalten bleibt. Vielen Dank Uli für die erfolgreiche Arbeit in den letzten neun Jahren. Du hast die Handballabteilung Neckarelz auf einen erfolgreichen Weg gebracht. Diesen Weg gilt es nun weiter zu gehen und mit dem doch stark verjüngten Vorstands-Team fortzuführen. Vielen Dank auch an die weiteren, ehemaligen Vorstandsmitglieder T.Herbst, A. Kuntscher, R. Schifferer und H. Göltl für Ihre jahrelange, sehr gute Arbeit! Ihr habt uns ein seetüchtiges Schiff hinterlassen, das wir nun durch das große „Handballmeer“ steuern werden.

 

Dass es hier auch zu großen Stürmen kommen kann, haben die letzten 20 Monate gezeigt. Die Corona-Pandemie hat uns immer wieder vor große Herausforderungen gestellt. Fast wöchentlich änderten sich die Bestimmungen, mal war die Halle nutzbar, mal war es untersagt. Nach einem Sommer mit zahlreichen Trainingseinheiten im Elzstadion und der Pattberghalle wurde die Hoffnung auf Öffnung und einen geregelten Spielbetrieb im Herbst letzten Jahres abrupt zerschlagen. Der Lockdown zog sich bekanntermaßen bis Ende des Frühjahrs. Aber auch in dieser Zeit haben wir die Flinte nicht ins Korn geworfen. Dank der sehr guten und regelmäßigen Unterstützung durch A. Keppler konnten Online-Trainings vom aktiven Bereich bis in die D-Jugend angeboten werden.

Dadurch konnte man die Jugendlichen auch weiterhin bei der Stange halten und hat diese nicht an den E-Sport und andere Hobbies verloren. Einige der Jugendmannschaften haben sogar Zuwachs bekommen.

 

Die Jugend ist unsere Zukunft und auch die Zukunft des Vereins. Deshalb legen wir gerade im Jugendbereich sehr großen Wert auf eine stetige Weiterentwicklung, damit die aktiven Spieler von morgen auch weiterhin in den Genuss kommen, mindestens in der Bezirksliga zu spielen. Dies funktioniert aber nur, wenn die Trainer einen gewissen Erfolgshunger vorleben und den Jugendlichen beibringen, dass Erfolg keine Tür, sondern eine Treppe ist (Dottie Walters), denn wie Jean Paul schon sagte, „der kräftigen Jugend alles leicht machen heißt schwache Anker schmieden“. Deshalb streben wir bei der HA Neckarelz stets nach dem Gleichgewicht zwischen Spaß am Handball und dem notwendigen Einsatz zur Weiterentwicklung.

 

Eine Neuerung in diesem Jahr ist die Zusammenarbeit mit der SG Gundelsheim. Für die personell dünner besetzten C- und D-Jugenden haben wir eine sehr praktikable Lösung finden können. Mit Hilfe von Gastspielrechten wird die HA Neckarelz die D-Jugend in Gundelsheim unterstützen und im Gegenzug werden die C-jugendlichen der SG-Gundelsheim die Neckarelzer Mannschaft ergänzen. Die bisherigen Trainingseinheiten haben gezeigt, dass beide Jugenden von dieser Konstellation profitieren und man zukünftig Synergieeffekte erzielen und nutzen kann.

 

Die Handballabteilung war schon immer und ist ein sehr familiär geprägter Verein. Dieser Aspekt kam in den letzten beiden Jahren auch viel zu kurz. Gerade durch die in den letzten Jahren ausgefallenen Großveranstaltungen Kerwe und Folk am Neckar kam die zwischenmenschliche Komponente viel zu kurz. Die ersten, wieder erlaubten, Veranstaltungen haben jedoch gezeigt, dass man auch nach den ganzen Einschränkungen noch immer eine große Familie ist. Dies sollte man sich trotz allen Ideen und Plänen zur Weiterentwicklung des Vereins erhalten, denn „das Familienleben und sein Wohlstand ist wichtiger als alle Wissenschaft der Gelehrten, als alle Kunst großer Geister, als alle Macht der Mächtigen, und vermögen sie tausende aus dem Boden zu stampfen“ (A. Kolping).

 

Abschließend möchte ich mich noch bei allen Sponsoren und Gönnern bedanken, die trotz Pandemie und der handballfreien Zeit noch immer an unserer Seite stehen.

 

Auf eine erfolgreiche und hoffentlich ungedownlockte Saison 2021/2022!

 

Mit sportlichem Gruß

Tobias Rüdele